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+ Im Gotteshaus unserer lieben Frau von Engelberg starb heute P. Basil (Franz Xaver) Studer Dr. theol., Dr. h.c., em. Prof., von Kestenholz SOP. Basil wurde am 15. Mai 1925 in Balsthal geboren und verbrachte dort mit neun Geschwistern eine glückliche Kindheit. Im Herbst 1937 trat er in die Stiftsschule Engelberg ein, wo er 1945 die Maturität erreichte. Nach einem propädeutischen Jahr am Priesterseminar Luzern wurde er als Kandidat ins Kloster Engelberg aufgenommen und legte am 3. Oktober 1950 die feierliche Profess ab. Seine theologische Ausbildung erhielt P. Basil zunächst an der theologischen Hausschule in Engelberg. Nach der Priesterweihe am 27. Mai 1951 setzte er seine Studien in S. Anselmo, Rom, fort und schloss diese mit dem Doktorat ab. Von 1955 bis 1957 unterrichtete P. Basil an der theologischen Hausschule in Engelberg Dogmatik und erteilte an der Stiftsschule Religions-, Italienisch- und Klavierunterricht. Im Herbst 1957 wurde P. Basil zur Lehrtätigkeit ans interdiözesane Priesterseminar von Otélé in Kamerun berufen, das von den Engelberger Benediktinern geleitet wurde. Er unterrichtete Dogmatik und wirkte in der Klostergemeinschaft als Kantor und Präsident der Baukommission. Von 1962 bis 1964 erfolgte eine Vertiefung der theologischen Ausbildung in Paris. Damit war P. Basil gut vorbereitet für die Übernahme des Lehrstuhls „Alte Kirchengeschichte und Patristik" an der theologischen Hochschule der Benediktiner S. Anselmo in Rom. Dort lehrte er bis zu seiner Emeritierung 1999 und leitete die Hochschule von 1968 bis 1974 als Rektor. Zusätzlich unterrichtete P. Basil von 1972 bis 2006 am Patristischen Institut Augustinianum und fand daneben noch Zeit für Vortragsreisen und Kurswochen in der ganzen Welt, wo er als herausragender Augustinus-Spezialist geachtet war. Auch nach seiner Emeritierung und Rückkehr ins Kloster Engelberg arbeitete P. Basil unermüdlich weiter und pflegte bis wenige Wochen vor seinem Tod vielfältige wissenschaftliche Kontakte und behielt ein breites kulturelles Interesse. Mit seinem Forschergeist beschäftigte er sich in den letzten Jahren intensiv mit dem Geheimnis der göttlichen Dreifaltigkeit und suchte dieses besonders aus biblischen und patristischen Quellen zu ergründen. Von seinem wissenschaftlichen Arbeiten zeugen zahlreiche Publikationen. Die theologische Fakultät der Universität Luzern verlieh ihm das Ehrendoktorat. P. Basil trat im wissenschaftlichen Disput mit Vehemenz auf und kritisierte unverhohlen, was nicht mit seinen Einsichten übereinstimmte. Umso bereichernder war es, in der persönlichen Begegnung seine feinfühlige und liebenswerte Art erfahren zu dürfen. Eine schwere Krebserkrankung beendete sein kraftvolles und vom Dienst an Gott bestimmtes Leben nach kurzer Leidenszeit am Markustag im Kantonsspital Sarnen. Dankbar nehmen wir Abschied von P. Basil, der uns viel gegeben hat.
Abt Dr. Berchtold Müller und Konvent, Benediktinerabtei Bestattung:
Mittwoch, 30. April 2008, 11 Uhr
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