Arbeit
Es gibt keine typisch benediktinische Arbeit. Benediktiner arbeiten meist viel und in allen möglichen Berufen. Aber doch sind sie nie in erster Linie Berufsleute, sondern immer zuerst Mönche. Typisch benediktinisch ist der massvolle Rhythmus von Gebet, Arbeit und geistlicher Lesung. In den Benediktinerklöstern wird gearbeitet, was für den Lebensunterhalt nötig und was aufgrund der örtlichen Verhältnisse und Bedürfnisse sinnvoll ist.
Grosse Bedeutung hatte immer das handwerkliche und landwirtschaftliche Arbeiten, von dem Benedikt in seiner Klosterregel redet. Daneben wurden in den Benediktinerklöstern zunehmend auch wissenschaftliche und kulturelle Tätigkeiten gepflegt.
Im Kloster Engelberg ist seit gut 150 Jahren die Erziehungs- und Schultätigkeit eines der zentralen Arbeitsgebiete der Mönche. Die Seelsorge in der Pfarrei Engelberg, die Aufnahme von Gästen, die Arbeit in der Verwaltung und im Unterhalt, in der Bibliothek und im Archiv, wissenschaftliches und künstlerisches Arbeiten sowie Entwicklungshilfe sind weitere Tätigkeitsfelder.
Nach wie vor haben auch die handwerklichen sowie die land- und forstwirtschaftlichen Bereiche grosse Bedeutung für das Kloster Engelberg. In allen Arbeitsbereichen arbeiten heute Mönche und Angestellte eng zusammen.

