
Benediktinerkloster
Abtei
CH-6390 Engelberg
Tel. ++41 41 639 61 61
Fax: ++41 41 639 61 13
info@kloster-engelberg.ch
Im Ausstellungsraum des Klosters Engelberg erhalten die Besucher
Einblick in verschiedene Bereiche benediktinischer Kultur. Es werden
Kulturgüter aus den Sammlungen der Sakristei, der Bibliothek, des
Archivs, der Kunst und des Altertums gezeigt.
Die Ausstellungen wechseln in einem Rhythmus von 1-2 Jahren.
Besichtigt werden kann die Ausstellung nach Voranmeldung (Pforte
Kloster Engelberg) oder regelmässig im Rahmen der Klosterführung am
Samstag um 16 Uhr.
Alpnacher Kruzifixus (spätes 12. Jahrhundert)
Teilansicht oben. Christus hält den Kopf aufrecht und schaut auf den
Betrachter hinunter. Feine Gesichtszüge und auffällige Haartracht
haben später dazu geführt diese Christusdarstellung zur heiligen
Frau am Kreuz umzudeuten ("Heilige Kümmernis").
Alpnacher Kruzifixus (spätes 12. Jahrhundert)
Teilansicht unten. Gut sichtbar ist die dargestellte kostbare
Gewandung: weisser Faltenrock, Mantel und Gürtel.
Christus steht aufrecht mit beiden Füssen auf dem Suppedaneum, auf
dem ein Kelch dargestellt ist.
Königsurkunde für das Doppelkloster Engelberg
Urkunde König Otto IV. (1208): Der König nimmt das Kloster unter den
Schutz des Reiches. [Stiftsarchiv Engelberg]
Restaurierte Handschriften
Vitrine mit restaurierten Handschriften der Stiftsbibliothek und des
Stiftsarchivs mit Restaurierungsprotokollen des ausführenden
Restaurierungsateliers Martin Strebel, Hunzenschweil.
Klosterbrand von 1729
Zum dritten Mal seit der Gründung brannte das Kloster im August 1729
bis auf die Grundmauern nieder. Ein historisches Modell des Klosters
zeigt den Bau vor dem Brand. Durch ein Tagebuch des damaligen
Archivars, Pfarrers und Grosskellners P. Ildephons Straumeyer sind
wir über die Ursachen und den Verlauf des Brandes im Detail
informiert.
Rückenschild
Aus Seidenstickereien des 13. und 14. Jahrhunderts zusammengesetzt.
Die zentrale quadratische Seidenstickerei stellt neun Szenen des
Christusmysteriums von der Verkündigung bis zur Himmelfahrt dar. Im
Zentrum wird die Kreuzigung Christi gezeigt. Die Darstellungen
erinnern stark an die ganzseitigen Illuminierungen in den
Engelberger Psalterien Stibib Cod. 60 und 62. Die Bücher wie die
Stickerei wurden im Frauenkonvent St. Andreas des Klosters Engelberg
hergestellt.
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